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MIRA FIVE
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Nutzungsbedingungen

Zuletzt aktualisiert 16. Oktober 2026

Diese Übersetzung dient deiner Information. Verbindlich ist die englische Fassung.

MIRA FIVE ist ein Dienst der Cloo GmbH („wir“ oder „uns“). Im Checkout von Pro erscheint das Produkt als „MIRA FIVE by Cloo GmbH“. Diese Nutzungsbedingungen gelten für alle Tarife von MIRA FIVE: Free, Pro und Enterprise.

Cloo GmbH
Reumtengrüner Str. 32B
08209 Auerbach
Deutschland
Geschäftsführer: Yannick Seeger, Paul Otto
Registergericht: Amtsgericht Chemnitz, HRB 38181
info@cloo-gmbh.de (Unternehmen), hello@mirafive.io (Produkt)

1. Geltungsbereich und gewerbliche Kunden

(1) MIRA FIVE wird ausschließlich Unternehmern im Sinne von § 14 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen angeboten. Verbraucher können keinen Vertrag schließen. Kunde ist das Unternehmen, für das ein Konto oder eine Organisation angelegt wird. Handelt die registrierende Person als Einzelunternehmer oder Freiberufler, ist diese Person der Kunde. Mit dem Anlegen eines Kontos oder mit dem Kauf eines Tarifs bestätigt der Kunde, dass er als Unternehmer im Sinne von § 14 BGB oder als eine der anderen in diesem Absatz genannten Personen handelt. Auf Verlangen weist der Kunde dies nach. Das gesetzliche Widerrufsrecht von Verbrauchern gilt für den Vertrag nicht.

(2) Wer ein Konto registriert, eine Organisation anlegt oder einen Tarif für den Kunden bucht, bestätigt damit, dass er berechtigt ist, den Kunden dabei zu vertreten.

(3) Für den Vertrag gelten nur diese Bedingungen. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen. Individuelle Vereinbarungen, etwa ein Angebot für den Tarif Enterprise, haben Vorrang vor diesen Bedingungen.

(4) Soweit wir personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeiten, ist der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) Bestandteil des Vertrags. Für diese Verarbeitung hat er Vorrang vor diesen Bedingungen. Kontodaten verarbeiten wir als Verantwortlicher; die Datenschutzerklärung erläutert, wie. Sie dient der Information und ist nicht Bestandteil des Vertrags.

(5) In diesen Bedingungen bedeuten:

MIRA FIVE oder der Dienst

der Dienst, den wir unter app.mirafive.io betreiben, einschließlich Mira (der Agent in der App), des Erfassungsendpunkts unter collect.mirafive.io, der Tracking-Skripte, der HTTP-API für Events, der REST-API (/v1), des MCP-Servers und der API-Referenz.

Mira

der Agent in MIRA FIVE, der Fragen in einem Chat beantwortet. Mira ist ein KI-System (Abschnitt 7).

Organisation

der Arbeitsbereich in MIRA FIVE, zu dem ein Vertrag und ein Tarif gehören. Eine Person kann eine Organisation im Tarif Free haben.

Projekt und Quelle

Ein Projekt ist ein Produkt innerhalb einer Organisation. Eine Quelle ist eine Website, eine App oder ein Server, der mit einem Schlüssel Events an ein Projekt sendet.

Mitglieder

die Personen mit Zugriff auf eine Organisation. Jedes Mitglied hat eine der Rollen Owner, Admin oder Member.

Owner

ein Mitglied mit der Rolle Owner. Owner haben alle Rechte in der Organisation. Nur sie können Tarife buchen und kündigen, die Abrechnung verwalten, den AVV annehmen und die Organisation löschen.

Admin

ein Mitglied mit der Rolle Admin. Admins verwalten Einstellungen, Einladungen, Projekte, Quellen, Verbindungen, API-Schlüssel, Personen und Betroffenenanfragen.

Member (Rolle)

ein Mitglied mit der Rolle Member. Es hat den Zugriff, den MIRA FIVE dieser Rolle gibt.

Kundendaten

alle Daten, die der Kunde oder seine Websites, Apps, Server und verbundenen Plattformen an MIRA FIVE übermitteln, sowie die Daten, die MIRA FIVE daraus erzeugt, etwa Events, Besuche, Personen, Importe, Umsatzdaten und Attributionsergebnisse.

Kontodaten

Daten über die Mitglieder und das Konto des Kunden, einschließlich der Abrechnungsdaten.

Besucher

die Besucher und Nutzer der Websites und Apps des Kunden.

2. Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von MIRA FIVE auf unserer Website ist kein verbindliches Angebot. Eine Person registriert sich mit Google, mit einem E-Mail-Code oder mit einem Passkey. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Konto anlegt. Mit dem Anlegen des Kontos nimmt der Kunde diese Bedingungen an. Damit kommt der Vertrag über den Tarif Free für die Organisation zustande. Registriert sich eine Person über eine Einladung, gilt die E-Mail-Adresse mit der Registrierung als bestätigt. Der AVV ist Bestandteil des Vertrags und gilt ab der ersten Verarbeitung von Kundendaten. Die Annahme des AVV durch einen Owner in der App dokumentiert dies (Absatz 5).

(2) Jeder Vertrag bezieht sich auf eine Organisation. Legt ein Mitglied eine weitere Organisation an, kommt dafür ein weiterer Vertrag zu diesen Bedingungen zustande.

(3) Ein Owner bucht den Tarif Pro in der App, entweder in den Einstellungen oder im Chat mit einer Bestätigungskarte. Die Zahlung läuft über den Checkout von Stripe Managed Payments (Abschnitt 11). Der Vertrag über Pro kommt zustande, sobald Stripe die erste Zahlung bestätigt. Der erste Abrechnungszeitraum beginnt an diesem Tag.

(4) Den Tarif Enterprise verkaufen wir nicht online. Er kommt durch eine individuelle Vereinbarung in Textform zustande.

(5) Die aktuelle Fassung dieser Bedingungen ist immer unter mirafive.io/de/legal/terms abrufbar und kann gespeichert und gedruckt werden. Ein Owner nimmt den AVV für die Organisation in der App an. Wir speichern, wann, von wem und in welcher Fassung.

(6) Vertragssprache ist Englisch.

3. Leistungen

(1) MIRA FIVE ist ein Dienst für Web- und Produktanalyse, den wir über das Internet als Software as a Service bereitstellen. Er umfasst insbesondere:

  • einen Chat mit Mira, in dem Mitglieder Fragen zu ihren Daten stellen und kurze Antworten mit Live-Karten (Diagramme, Tabellen und Kennzahlen) erhalten und in dem sie auch MIRA FIVE einrichten und ändern können,
  • die Erfassung von Events von den Websites, Apps und Servern des Kunden über unser Tracking-Skript oder eine HTTP-API,
  • Auswertungen dazu, woher Besucher kommen (Kanäle, Kampagnen, Anzeigenklicks), wie sie sich bewegen (Seiten, Journeys, Funnels), was sie tun (Events, Ziele) und ob sie kaufen (Umsatz),
  • Personen mit ihrem Verlauf,
  • die Zuordnung (Attribution) von Conversions und Umsatz zu Kanälen und Kampagnen mit mehreren Attributionsmodellen,
  • verifizierten Umsatz aus dem eigenen Stripe-Konto des Kunden,
  • Verbindungen zu Werbe- und Suchplattformen (Abschnitt 7), die MIRA FIVE liest und nicht verändert,
  • eine REST-API (/v1) und einen MCP-Server (Model Context Protocol), über die KI-Assistenten und andere Programme auf MIRA FIVE zugreifen,
  • Werkzeuge für Betroffenenanfragen mit Export, Löschung und Widerspruch je Person.

(2) Die API-Referenz unter api.mirafive.io/docs sowie die Beschreibungen in der App und auf unserer Website beschreiben den Dienst. Eine Garantie geben wir nur, wenn wir sie in Textform ausdrücklich als Garantie bezeichnen.

(3) Wir erbringen unsere Leistungen bis zum Übergabepunkt, das ist der Übergang aus unserem Rechenzentrum in das Internet. Der Kunde ist verantwortlich für seine Internetverbindung, seine eigenen Systeme und dafür, unsere Skripte und die HTTP-API in seine Websites, Apps und Server einzubinden.

(4) Alle Tarife enthalten alle Funktionen des Dienstes. Sie unterscheiden sich in Preis, Kontingenten, Aufbewahrung, Projekten und Quellen (Abschnitt 10). Für Vorschau-Funktionen gilt Abschnitt 4.

(5) Wir entwickeln MIRA FIVE laufend weiter. Wir dürfen Funktionen ändern, ersetzen oder einstellen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist, insbesondere weil eine gleichwertige Funktion an ihre Stelle tritt, weil ein Dritter eine Schnittstelle ändert oder einstellt oder weil Sicherheit oder Recht es erfordern. Während eines bezahlten Abrechnungszeitraums schränken wir die Leistungen des Tarifs Pro nicht wesentlich ein, es sei denn, technische, sicherheitsbezogene oder rechtliche Gründe erfordern es. Wesentliche Einschränkungen kündigen wir nach Möglichkeit vorab per E-Mail an. Schränkt eine Änderung den Dienst wesentlich ein, kann der Kunde den Tarif Pro mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des Abrechnungszeitraums kündigen. Kündigt er mit sofortiger Wirkung, erstatten wir den bezahlten Betrag für den Rest des Abrechnungszeitraums anteilig. Wir veranlassen diese Erstattung über den Zahlungsprozess von Stripe Managed Payments (Abschnitt 11).

4. Vorschau-Funktionen

(1) Wir dürfen einzelne Funktionen als Vorschau oder Early Access kennzeichnen (Vorschau-Funktionen). Wir schalten Vorschau-Funktionen für einzelne Organisationen frei. Ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht.

(2) Wir stellen Vorschau-Funktionen zusätzlich und ohne gesonderte Vergütung bereit. Sie gehören nicht zur vereinbarten Beschaffenheit des Dienstes und sind von einer vereinbarten Verfügbarkeit ausgenommen. Wir dürfen sie jederzeit ändern, ihre Freischaltung zurücknehmen oder sie einstellen. Nach Möglichkeit kündigen wir dies vorab an.

(3) Für Mängel von Vorschau-Funktionen sind wir nur verantwortlich, wenn wir sie arglistig verschwiegen haben. Unsere Haftung nach Abschnitt 17 bleibt unberührt.

(4) Der Kunde nutzt Vorschau-Funktionen so, dass seine Websites und Apps weiter funktionieren, wenn eine Vorschau-Funktion nicht antwortet oder eingestellt wird.

5. Konto, Organisationen und Zugang

(1) Der Kunde macht bei der Registrierung und in MIRA FIVE richtige Angaben und hält sie aktuell. Das gilt insbesondere für die E-Mail-Adressen der Owner, an die wir Mitteilungen zum Vertrag senden.

(2) Jedes Konto gehört einer Person und darf nicht weitergegeben werden. Der Kunde lädt weitere Personen als Mitglieder ein. MIRA FIVE hat keine Passwörter. Personen melden sich mit Google, mit einem E-Mail-Code oder mit einem Passkey an. Der Kunde stellt sicher, dass seine Mitglieder ihre Anmeldemethoden schützen und API-Schlüssel, Zugriffstoken und andere Zugangsdaten geheim halten. Wir empfehlen Passkeys.

(3) Der Kunde entscheidet, wer Mitglied seiner Organisationen ist und welche Rolle jedes Mitglied hat. Er ist verantwortlich für die API-Schlüssel, die seine Mitglieder anlegen, und für die KI-Assistenten und anderen Anwendungen, die sie über OAuth mit MIRA FIVE verbinden. Der Kunde ist für Handlungen über die Zugänge seiner Mitglieder verantwortlich, es sei denn, er ist für deren Missbrauch nicht verantwortlich.

(4) Der Kunde bevollmächtigt jeden Owner, in seinem Namen Erklärungen zu diesem Vertrag abzugeben und entgegenzunehmen. Dazu gehören insbesondere das Buchen und Kündigen von Tarifen, das Festlegen des Ausgabenlimits, die Zustimmung zu Änderungen dieser Bedingungen und des AVV sowie das Löschen der Organisation. Wir dürfen uns auf Anweisungen eines Owners oder eines Mitglieds mit der für die Handlung erforderlichen Rolle verlassen.

(5) Vermutet der Kunde, dass sein Zugang missbraucht wird, informiert er uns unverzüglich und ändert oder widerruft die betroffenen Zugangsdaten.

6. Pflichten des Kunden bei der Datenerfassung

(1) Der Kunde entscheidet, welche Daten er mit MIRA FIVE erfasst und zu welchen Zwecken. Er ist dafür verantwortlich, dass die Erfassung der Daten und ihre Übermittlung an uns rechtmäßig sind. Insbesondere

  • wählt der Kunde den Tracking-Modus für jedes Projekt (hybrid, cookieless oder persistent) und das Tracking-Skript für jede Quelle: ein Skript, das nichts auf dem Gerät des Besuchers speichert (das Skript c.js), oder ein Skript, das eine zufällige Kennung im Browser speichert, wenn der Besucher einwilligt (das Skript s.js sowie der volle Modus der HTTP-API und der SDKs),
  • prüft der Kunde in eigener Verantwortung, ob der gewählte Modus eine Einwilligung erfordert,
  • holt der Kunde die erforderliche Einwilligung der Besucher ein, insbesondere nach § 25 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes (TDDDG) für das Speichern von Kennungen im Browser, und gibt Einwilligung und deren Widerruf an das Skript oder die HTTP-API weiter,
  • benötigt der Kunde eine Rechtsgrundlage, bevor er Besuche über identify mit seinen eigenen Nutzer-IDs verknüpft,
  • informiert der Kunde die Besucher in seiner Datenschutzerklärung über seine Nutzung von MIRA FIVE,
  • beantwortet der Kunde Betroffenenanfragen; MIRA FIVE bietet dafür Export, Löschung und Widerspruch je Person.

(2) Der Kunde übermittelt keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) und keine Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten (Art. 10 DSGVO). Er nutzt MIRA FIVE nicht, um gezielt Daten über Kinder zu erfassen.

(3) Der Kunde übermittelt direkte Kennungen wie Namen und E-Mail-Adressen nur, wenn er eine Rechtsgrundlage hat und sie benötigt, und nur als Merkmale (Traits) mit identify. Er übermittelt sie niemals in URLs, Seitentiteln, Event-Namen oder frei gewählten Event-Eigenschaften. Passwörter, Zugangsdaten, Zahlungsdaten und andere Geheimnisse übermittelt er weder in Events noch in deren Eigenschaften.

(4) Nutzt der Kunde MIRA FIVE für Websites oder Apps seiner eigenen Kunden, stellt er sicher, dass er dazu berechtigt ist und dass die Pflichten dieses Abschnitts auch für diese Websites und Apps erfüllt sind.

(5) Der AVV regelt, wie wir personenbezogene Kundendaten verarbeiten. Die Datenschutzerklärung und die Beschreibungen in der App erläutern, welche Daten MIRA FIVE in welchem Modus erfasst.

7. Verbindungen, API, MCP und KI

Verbindungen zu anderen Plattformen

(1) Der Kunde richtet Verbindungen zu Plattformen Dritter mit seinem eigenen Konto beim jeweiligen Anbieter ein. Soweit die App sie anbietet, sind dies Google Ads, Google Search Console, Meta Ads, Microsoft Advertising, Bing Webmaster Tools und Stripe (für verifizierten Umsatz). Manche Verbindungen stehen erst zur Verfügung, nachdem die Plattform unsere App geprüft hat. Für dieses Konto gelten die Bedingungen des Anbieters zwischen dem Anbieter und dem Kunden. Der Kunde stellt sicher, dass er die Verbindung einrichten und die Daten abrufen darf. MIRA FIVE liest über die Verbindung nur Daten aus dem Konto des Kunden und ändert nichts in einem Werbekonto. Für Stripe gibt der Kunde MIRA FIVE einen eingeschränkten Lese-Schlüssel, und wir legen im Stripe-Konto des Kunden einen Webhook-Endpunkt an, um Zahlungsereignisse zu empfangen. Dabei übermitteln wir keine Daten über Besucher an die Anbieter.

(2) Wir haben keinen Einfluss auf Verfügbarkeit, Umfang oder Änderungen von Schnittstellen Dritter. Wir stellen Verbindungen nur im Rahmen der Schnittstellen bereit, die der jeweilige Anbieter anbietet. Ändert oder beschränkt ein Anbieter seine Schnittstelle, dürfen wir die Verbindung nach Abschnitt 3 Abs. 5 anpassen oder einstellen.

(3) Die Nutzung von Informationen, die MIRA FIVE aus Google-APIs erhält, entspricht der Google API Services User Data Policy, einschließlich der Anforderungen an die eingeschränkte Nutzung (Limited Use). MIRA FIVE nutzt Daten aus Google Ads und Google Search Console nur, um dem Kunden seine eigenen Auswertungen zu zeigen und seine Fragen im Chat zu beantworten. Wir verkaufen diese Daten nie und nutzen sie nie für Werbung. Wir nutzen sie nie, um ein KI- oder Machine-Learning-Modell zu erstellen, zu trainieren oder zu verbessern. Um eine Frage zu beantworten, können diese Daten für diese Antwort allein, mit Zero Data Retention, an den KI-Dienst von Mira (Absatz 11) gelangen; sie werden bei keinem Modell gespeichert. Die Datenschutzerklärung nennt Einzelheiten.

REST-API, MCP-Server und verbundene KI-Assistenten

(4) Mitglieder können API-Schlüssel anlegen und KI-Assistenten über den MCP-Server verbinden. Die REST-API und der MCP-Server akzeptieren nur diese Zugangsdaten, nicht die Cookie-Sitzung der App. Ruft der Kunde Kundendaten über die REST-API oder einen verbundenen KI-Assistenten ab, übermitteln wir sie auf Anweisung des Kunden an den Empfänger, den der Kunde gewählt hat. Dieser Empfänger, etwa der Anbieter eines KI-Assistenten, ist nicht unser Unterauftragsverarbeiter. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die Übermittlung an diesen Empfänger und dessen weitere Verarbeitung rechtmäßig sind.

(5) Ein Schlüssel oder eine Verbindung kann standardmäßig Daten lesen. Der Kunde kann Schreibzugriff für einen einzelnen Schlüssel oder eine einzelne Verbindung freischalten. Mit Schreibzugriff kann ein verbundener KI-Assistent die Einrichtung einer Organisation ändern, und manche dieser Änderungen löschen Daten und lassen sich nicht rückgängig machen. Der Kunde ist für Änderungen eines KI-Assistenten mit Schreibzugriff wie für eigene Handlungen verantwortlich. Die Antworten eines verbundenen KI-Assistenten erzeugt dessen Anbieter, nicht MIRA FIVE; für ihren Inhalt sind wir nicht verantwortlich.

(6) Wir dürfen die Zahl der Anfragen an die REST-API und den MCP-Server in angemessenem Umfang begrenzen, um den Dienst für alle Kunden stabil zu halten.

Mira und KI-generierte Inhalte

(7) Mira ist ein KI-System. Die Antworten von Mira erzeugt ein Sprachmodell. Ein Sprachmodell kann sich irren, Tatsachen auslassen und Dinge irreführend formulieren. Die Antworten von Mira sind keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder sonstige Fachberatung.

(8) Die Zahlen auf den Karten im Chat zählt MIRA FIVE aus den Kundendaten mit einer Abfrage, die die Karte anzeigen kann. Das Sprachmodell schreibt sie nicht. Die Sätze, die Mira um die Karten herum schreibt, schreibt das Sprachmodell, und sie können Fehler enthalten. Jede Karte zeigt ihre Quelle und ihre Aktualität und erklärt, wie sie berechnet wurde. Der Kunde prüft die Antworten von Mira, bevor er sich auf sie verlässt.

(9) Der Kunde bleibt für seine Entscheidungen verantwortlich, auch für Entscheidungen, die er auf der Grundlage einer Antwort von Mira, einer Karte oder einer Auswertung trifft. Das gilt in gleicher Weise für einen verbundenen KI-Assistenten.

(10) Mira kann Änderungen vorschlagen, zum Beispiel an Einstellungen oder Tarifen. Eine Änderung wird nur ausgeführt, nachdem ein Mitglied sie mit einem Klick auf eine Bestätigungskarte bestätigt hat, und sie wird mit der Rolle dieses Mitglieds ausgeführt. Mira kann kein Werbekonto ändern.

(11) Die Antworten von Mira erzeugen Claude-Modelle. Amazon Web Services EMEA SARL betreibt diese Modelle für uns in Amazon Bedrock, in AWS-Rechenzentren in der Europäischen Union. Anfragen können zwischen AWS-Regionen in der Europäischen Union weitergeleitet werden. AWS ist unser Unterauftragsverarbeiter nach dem AVV; die Seite der Unterauftragsverarbeiter führt ihn auf. Um zu antworten, sendet Mira die Nachrichten des Mitglieds, Anweisungen, einen Hinweis zum Projekt und die Ergebnisse ihrer Werkzeuge an das Modell. Die Ergebnisse der Werkzeuge sind kompakte Aggregate. Seitenpfade, Titel, Referrer, Kampagnennamen, Event-Namen und ähnlicher Text aus den Daten des Kunden sind als Daten markiert, und Mira behandelt sie nicht als Anweisungen. Fragt ein Mitglied nach Personen, können die Ergebnisse Nutzer-IDs, Merkmale (Traits) und Besuchsdetails von Personen enthalten. OAuth-Token und Stripe-Schlüssel gelangen nie an das Modell. Wir konfigurieren Amazon Bedrock so, dass AWS keinen Prompt und keine Antwort dauerhaft speichert (Zero Data Retention). Anthropic, der Hersteller der Modelle, hat keinen Zugriff auf die Prompts und Antworten und erhält sie nicht. Kein Modell wird mit diesen Daten trainiert. Die Verarbeitung für die Antworten von Mira bleibt in der Europäischen Union.

(12) Jeder Tarif enthält ein Kontingent für die Antworten von Mira. Die App zeigt das aktuelle Kontingent und den Verbrauch. Ist das Kontingent eines Tarifs aufgebraucht oder das Ausgabenlimit des Tarifs Pro erreicht (Abschnitt 10 Abs. 6), pausiert Mira bis zum nächsten Abrechnungszeitraum oder bis das Limit angehoben wird. Auswertungen und die übrigen Funktionen laufen weiter.

8. Zulässige Nutzung

(1) Der Kunde darf MIRA FIVE nicht nutzen, um

  • geltendes Recht oder Rechte Dritter zu verletzen,
  • Schadcode zu übermitteln,
  • den Dienst anzugreifen oder zu stören oder ihn ohne unsere vorherige Zustimmung in Textform zu scannen oder Last- oder Penetrationstests durchzuführen,
  • Zugriffskontrollen, Kontingente, Anfragelimits oder Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen,
  • auf Daten anderer Kunden zuzugreifen oder dies zu versuchen,
  • den Dienst ohne unsere Zustimmung weiterzuverkaufen oder Dritten unter eigenem Namen oder eigener Marke bereitzustellen,
  • Daten zu übermitteln, die er nicht verarbeiten darf.

(2) Der Kunde darf MIRA FIVE für Websites und Apps seiner eigenen Kunden nutzen und deren Mitarbeitern Zugang als Mitglieder geben. Das ist kein Weiterverkauf im Sinne von Absatz 1.

(3) Haben wir konkrete Anhaltspunkte für einen schwerwiegenden Verstoß oder besteht eine Gefahr für den Dienst, andere Kunden oder Dritte, dürfen wir schädlichen Datenverkehr blockieren, rechtswidrige Daten entfernen oder den Zugang des Kunden ganz oder teilweise sperren, während wir den Fall prüfen. Wir wählen die mildeste wirksame Maßnahme. Soweit zumutbar, informieren wir den Kunden vorher und geben ihm Gelegenheit, den Verstoß zu beseitigen; andernfalls informieren wir ihn unverzüglich danach. Wir heben eine Sperre auf, sobald ihr Grund entfällt. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

9. Verfügbarkeit, Wartung und Support

(1) Wir betreiben MIRA FIVE mit angemessener Sorgfalt. Wir versprechen keinen unterbrechungs- oder fehlerfreien Betrieb und nennen keine Verfügbarkeitszahl und kein Service Level. Eine bestimmte Verfügbarkeit gilt nur, wenn eine individuelle schriftliche Vereinbarung für den Tarif Enterprise ein Service Level enthält.

(2) Wartung, Sicherheitsarbeiten, Störungen des Internets und Dienste Dritter können Unterbrechungen verursachen. Events, die uns erreichen, während der Dienst nicht verfügbar ist, werden möglicherweise nicht erfasst. Geplante Wartung kündigen wir nach Möglichkeit vorab an. Dringende Sicherheitsarbeiten dürfen wir ohne Ankündigung durchführen.

(3) Support leisten wir per E-Mail an hello@mirafive.io, montags bis freitags, außer an gesetzlichen Feiertagen in Sachsen. Feste Reaktionszeiten versprechen wir nicht, sofern nicht individuell etwas anderes vereinbart ist.

10. Tarife und Kontingente

(1) MIRA FIVE wird in drei Tarifen angeboten:

Free Pro Enterprise
Preis 0 19 US-Dollar oder 19 Euro pro Monat, zzgl. Steuern (Abschnitt 11) nach Vereinbarung
Events pro Abrechnungszeitraum 25.000 250.000 nach Vereinbarung
Importierte Zeilen pro Abrechnungszeitraum 50.000 1.000.000 nach Vereinbarung
Kontingent für Antworten von Mira enthalten (Abschnitt 7 Abs. 12) enthalten (Abschnitt 7 Abs. 12) nach Vereinbarung
Aufbewahrung von Event-Rohdaten 30 Tage 90 Tage nach Vereinbarung, sonst 90 Tage
Projekte 1 3 keine Tarifgrenze, sofern nicht anders vereinbart
Quellen (Websites, Apps, Server) pro Projekt 1 5 5, sofern nicht anders vereinbart
Mitglieder keine Tarifgrenze keine Tarifgrenze keine Tarifgrenze

Preise sind in US-Dollar oder Euro angegeben, wie der Checkout sie zeigt. Stripe kann einen Preis in der Landeswährung des Kunden anzeigen. Steuern werden im Checkout hinzugerechnet (Abschnitt 11 Abs. 3).

(2) Event-Rohdaten sind die einzelnen Events. Wir löschen Event-Rohdaten, sobald sie älter sind als die Aufbewahrungsdauer des Tarifs. Die Löschung läuft automatisch und fortlaufend. Die Aufbewahrung richtet sich nach dem Tarif; der Kunde kann keine eigenen Fristen festlegen. Wechselt der Tarif, gilt die Aufbewahrungsdauer des neuen Tarifs. Daten, die MIRA FIVE aus Events ableitet, haben eigene Fristen, zum Beispiel Besuche, Tagessummen, Personen und Attributionsergebnisse. Diese Fristen stehen in der Datenschutzerklärung.

(3) Die Nutzung wird pro UTC-Tag gezählt. Kontingente gelten pro Organisation und Abrechnungszeitraum. Monatliche Abrechnungszeiträume beginnen um 00:00 Uhr UTC. Der erste Pro-Zeitraum einer Organisation läuft vom Checkout bis zum nächsten 00:00 Uhr UTC; seine Kontingente gelten anteilig nach UTC-Tagen. Das erste Abonnement einer Organisation erhält diesen Teilzeitraum ohne Grundgebühr. Ein wiederkehrender Kunde zahlt den Teilzeitraum anteilig. Bot-Verkehr und Events, die wir ablehnen, zählen nicht. Von den importierten Zeilen zählen nur neue Zeilen; ein erneuter Import derselben Daten zählt nichts.

(4) Erreicht die Nutzung im Tarif Free 75 % und 100 % eines Kontingents oder im Tarif Pro 75 % und 100 % des Ausgabenlimits, benachrichtigen wir die Owner per E-Mail.

(5) Im Tarif Free gilt Folgendes, wenn das Event-Kontingent erreicht ist:

  • Bei 100 % des Kontingents sind Auswertungen und Miras Analyse der erfassten Daten gesperrt. Die Erfassung läuft weiter.
  • Beim Doppelten des Kontingents oder sieben Tage nach der Sperre, je nachdem, was zuerst eintritt, hören wir auf, Events für die Organisation zu erfassen, bis der Abrechnungszeitraum endet. Events, die während des Stopps gesendet werden, werden verworfen und können später nicht erfasst werden.

(6) Im Tarif Pro erfassen wir Events und importieren Zeilen auch über das Kontingent hinaus, und der Kunde bezahlt diese Nutzung:

  • Events über dem Kontingent kosten 2 US-Dollar oder 2 Euro pro 100.000 Events. Importierte Zeilen über dem Kontingent kosten 1 US-Dollar oder 1 Euro pro 1.000.000 Zeilen. Wir melden diese Nutzung an Stripe, das sie abrechnet. Nutzung von Mira über dem Kontingent wird zu dem Preis abgerechnet, den die App zeigt (Abschnitt 7 Abs. 12).
  • Das Ausgabenlimit begrenzt diese zusätzliche Nutzung. Standard sind 50 US-Dollar oder 50 Euro pro Monat. Ein Owner kann es auf einen beliebigen Betrag von 1 bis 100.000 ändern. Ist das Ausgabenlimit erreicht, pausieren Mira und Importe. Events werden weiter erfasst und nicht berechnet.
  • Erreicht das Event-Volumen das Zehnfache des Volumens, das Kontingent und Ausgabenlimit abdecken, hören wir auf, Events zu erfassen, bis der Abrechnungszeitraum endet. Events, die während des Stopps gesendet werden, werden verworfen und können später nicht erfasst werden.

(7) Hat eine Organisation mehr Projekte oder Quellen, als ihr Tarif erlaubt, zum Beispiel nach dem Ende von Pro, pausieren wir die Projekte und Quellen über der Grenze, beginnend mit den neuesten. Events, die an eine pausierte Quelle gesendet werden, erfassen wir nicht; sie gehen verloren. Die Daten eines pausierten Projekts oder einer pausierten Quelle bleiben erhalten.

11. Preise, Zahlung und Rechnungen

(1) Der Tarif Pro kostet 19 US-Dollar oder 19 Euro pro Monat, zzgl. Steuern, soweit sie anfallen. Nutzung über den Kontingenten kostet nach Abschnitt 10 Abs. 6 extra. Preis und Zahlung für den Tarif Enterprise richten sich nach der individuellen Vereinbarung.

(2) Der Tarif Pro ist ein Abonnement. Er wird monatlich im Voraus bezahlt, zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums, und verlängert sich jeden Monat, bis er gekündigt wird. Im Tarif Pro wird Nutzung über den Kontingenten zusätzlich bis zum Ausgabenlimit berechnet (Abschnitt 10 Abs. 6). Der Kunde kann in der App, im Chat oder im Stripe-Kundenportal kündigen. Die Kündigung wirkt zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums (Abschnitt 12 Abs. 2). Nur ein Owner kann Pro buchen und kündigen.

(3) Wir verkaufen Pro über Stripe Managed Payments. Sold through Link, LLC, ein verbundenes Unternehmen von Stripe, ist der Merchant of Record für die Zahlung. Es wickelt den Checkout ab, belastet den Kunden und berechnet, erhebt und führt Umsatzsteuer und andere Verkaufssteuern ab. Es stellt Belege und Rechnungen in eigenem Namen aus. Auf der Kartenabrechnung steht „LINK.COM*“ mit unserem Descriptor. Für den Kauf gelten außerdem die Bedingungen von Sold through Link unter link.com/terms. Die Cloo GmbH bleibt Anbieterin von MIRA FIVE. Der Vertrag über die Nutzung von MIRA FIVE besteht mit der Cloo GmbH, und wir sind nach diesen Bedingungen für den Dienst verantwortlich. Preise werden in US-Dollar oder Euro angezeigt; Steuern werden im Checkout hinzugerechnet.

(4) Stripe erhebt Zahlungsdaten in seinem eigenen Checkout; wir erhalten sie nicht. Mit der ersten Zahlung ermächtigt der Kunde Stripe, den Monatsbetrag für jeden neuen Abrechnungszeitraum und etwaige Nutzungsentgelte von dem Zahlungsmittel einzuziehen, das er im Checkout hinterlegt hat.

(5) Der Preis, den der Kunde bei der Buchung bezahlt hat, gilt auch für alle Verlängerungen, bis wir ihn nach diesem Absatz ändern. Wir dürfen den Preis für künftige Abrechnungszeiträume ändern. Eine Änderung kündigen wir den Ownern mindestens 30 Tage vor Beginn des ersten Abrechnungszeitraums, für den sie gilt, per E-Mail an. Bis dahin kann der Kunde Pro zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen; darauf weisen wir in der Ankündigung hin.

(6) Der Kunde erhält Belege und Rechnungen von Sold through Link, LLC per E-Mail und kann sie auch im Stripe-Kundenportal abrufen, auf das die Abrechnungseinstellungen der App verweisen. Der Kunde ist damit einverstanden, Rechnungen elektronisch zu erhalten.

(7) Schlägt eine Zahlung fehl, läuft eine Zahlungsfrist ab dem Tag, an dem Stripe die Zahlung erstmals als überfällig meldet. Die App zeigt sofort einen Hinweis, und wir senden den Ownern eine E-Mail. Ist die Zahlung nach sieben Tagen weiterhin überfällig, pausieren Mira und Importe. Die Erfassung von Events und die Auswertungen laufen weiter. Ist die Zahlung nach 14 Tagen weiterhin überfällig, fällt die Organisation mit den Folgen nach Abschnitt 13 Abs. 1 auf den Tarif Free zurück. Stripe kann das Abonnement nach seinen eigenen Wiederholungseinstellungen früher beenden; die Organisation fällt dann ebenfalls auf den Tarif Free zurück. Zahlt der Owner in dieser Zeit, läuft der Tarif weiter. Wird eine Zahlung für einen bereits genutzten Abrechnungszeitraum zurückgebucht, bleibt der Betrag geschuldet.

(8) Zahlungen für begonnene Abrechnungszeiträume erstatten wir nicht, auch nicht bei Kündigung oder Löschung, es sei denn, diese Bedingungen (Abschnitt 3 Abs. 5 und Abschnitt 16), der AVV (Abschnitt 5 Abs. 3) oder zwingendes Recht sehen etwas anderes vor. Der Kunde wechselt durch Buchung von Free zu Pro und durch Kündigung zum Ende des Abrechnungszeitraums von Pro zu Free. Eine anteilige Abrechnung findet nicht statt. Sold through Link, LLC kann nach seiner Erstattungsrichtlinie innerhalb von 60 Tagen nach einem Kauf Erstattungen gewähren (support.link.com), auch dort, wo diese Bedingungen dies nicht täten. Streitfälle und Rückbuchungen behandelt Stripe.

12. Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag über den Tarif Free läuft auf unbestimmte Zeit. Der Kunde kann ihn jederzeit beenden, indem ein Owner die Organisation löscht. Wir dürfen den Vertrag über den Tarif Free mit einer Frist von 30 Tagen in Textform kündigen.

(2) Der Tarif Pro läuft jeweils für einen Abrechnungszeitraum und verlängert sich automatisch um einen weiteren Abrechnungszeitraum, wenn er nicht gekündigt wird. Ein Owner kann ihn jederzeit in der App, im Chat oder im Stripe-Abrechnungsportal kündigen, mit Wirkung zum Ende des bezahlten Abrechnungszeitraums. Pro bleibt bis dahin aktiv. Solange der Abrechnungszeitraum bezahlt ist, kann der Owner die Kündigung zurücknehmen.

(3) Wir dürfen den Tarif Pro mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen.

(4) Mit dem Ende des Tarifs Pro endet der Vertrag für die Organisation nicht. Die Organisation läuft im Tarif Free weiter. Abschnitt 13 Abs. 1 beschreibt die Folgen: Event-Rohdaten, die älter als 30 Tage sind, werden bald danach gelöscht.

(5) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt. Einen wichtigen Grund haben wir insbesondere, wenn der Kunde trotz Abmahnung mit angemessener Frist schwerwiegend oder wiederholt gegen die Abschnitte 6 bis 8 verstößt oder wenn ein Verstoß so schwerwiegend ist, dass eine Abmahnung nicht erforderlich ist.

(6) Ein Owner kann eine Organisation nur löschen, wenn sie sich im Tarif Free befindet. Ein Owner einer Organisation im Tarif Pro beendet zuerst das Abonnement. Eine Person beantragt die Löschung ihres Kontos in der App und bestätigt sie mit einem Link, den wir per E-Mail senden. Ein Konto kann nicht gelöscht werden, solange die Person der einzige Owner einer Organisation mit weiteren Mitgliedern oder einer Organisation in einem kostenpflichtigen Tarif ist. Stripe führt eigene Aufzeichnungen über frühere Zahlungen.

(7) Unsere Kündigung senden wir per E-Mail an die Owner. Neben der App kann der Kunde auch in Textform an hello@mirafive.io kündigen.

13. Folgen von Vertragsende und Löschung

(1) Endet der Tarif Pro, sei es durch Kündigung oder nach einer fehlgeschlagenen Zahlung, läuft die Organisation im Tarif Free weiter. Bald nachdem Pro endet, löschen wir alle Event-Rohdaten der Organisation, die älter als 30 Tage sind. Diese Löschung ist endgültig und kann nicht rückgängig gemacht werden. Der Kunde sollte Daten, die er behalten möchte, vorher über die App, die REST-API oder den MCP-Server abrufen.

(2) Übersteigt die Zahl der Projekte oder Quellen dann den Tarif Free, gilt Abschnitt 10 Abs. 7.

(3) Ein Owner kann eine Organisation jederzeit löschen, solange sie sich im Tarif Free befindet. Wir löschen dann die Organisation und ihre Kundendaten. Wir tun dies in automatischen Schritten, in Stapeln. Wir entfernen die Daten innerhalb von 7 Tagen aus der Live-Datenbank; die Löschaufträge sind in der Regel innerhalb von Minuten abgeschlossen. Löscht eine Person ihr Konto, gilt dasselbe für jede Organisation, die nur sie nutzt. Eine Frist, um Daten nach einer Löschung abzurufen, gibt es nicht. Die Löschung kann nicht rückgängig gemacht werden.

(4) Gelöschte Daten können für begrenzte Zeit in unseren verschlüsselten Backups verbleiben. Wir nutzen sie dort nicht; sie verschwinden, wenn das jeweilige Backup abläuft. Das dauert bis zu 35 Tage.

(5) Endet der Vertrag für eine Organisation anders als durch ihre Löschung, zum Beispiel durch unsere Kündigung, kann der Kunde seine Kundendaten bis zum Vertragsende über die App, die REST-API, den MCP-Server und die Exporte je Person abrufen. Wir löschen die Organisation und ihre Kundendaten dann innerhalb von 30 Tagen; Absatz 4 gilt entsprechend.

(6) Wir schulden keinen Export aller Kundendaten in einem Standardformat.

(7) Unsere eigenen Abrechnungsunterlagen bewahren wir so lange auf, wie Handels- und Steuerrecht es verlangen, bis zu 10 Jahre (§ 257 HGB, § 147 AO). Nutzungsaufzeichnungen in der App löschen wir nach 400 Tagen. Einträge des Audit-Logs werden so aufbewahrt, wie die Datenschutzerklärung es beschreibt. Den Stripe-Kunden einer gelöschten Organisation löschen wir nicht. Stripe und Sold through Link, LLC bewahren Zahlungsdaten, Belege und Rechnungen nach ihren eigenen Pflichten und in ihrer eigenen Verantwortung auf.

(8) Zahlungspflichten, die vor dem Vertragsende entstanden sind, bleiben bestehen. Die Abschnitte 13, 15, 17, 18 und 20 gelten nach dem Vertragsende weiter.

14. Rechte an MIRA FIVE und an Kundendaten

(1) MIRA FIVE, einschließlich Software, Dokumentation und Marken, gehört uns oder unseren Lizenzgebern. Für die Laufzeit des Vertrags erhält der Kunde das einfache (nicht ausschließliche), nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht, den Dienst im Rahmen seines Tarifs für seine eigenen geschäftlichen Zwecke zu nutzen, auch für Websites und Apps seiner eigenen Kunden (Abschnitt 8 Abs. 2). Seine Mitglieder dürfen den Dienst in diesem Umfang für den Kunden nutzen. Zu diesem Zweck darf der Kunde unsere Skripte in seine Websites und Apps einbinden und die HTTP-API von seinen Servern aus nutzen.

(2) Der Kunde darf den Dienst nicht kopieren, verändern, dekompilieren oder anderweitig zurückentwickeln, es sei denn, die §§ 69d und 69e des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlauben dies zwingend. Veröffentlichen wir Skripte oder SDKs unter einer eigenen Lizenz, hat diese Lizenz für sie Vorrang.

(3) Alle Rechte an Kundendaten bleiben beim Kunden. Für die Laufzeit des Vertrags und die Löschfristen nach Abschnitt 13 räumt er uns das einfache Recht ein, Kundendaten zu speichern, zu verarbeiten und zu vervielfältigen, soweit dies erforderlich ist, um den Dienst bereitzustellen, abzusichern und zu unterstützen und um unsere gesetzlichen Pflichten zu erfüllen.

(4) Wir verkaufen Kundendaten nicht, nutzen sie nicht für eigene Zwecke und trainieren keine KI-Modelle damit. Wir betreiben die Modelle von Mira nur über Amazon Bedrock in der Europäischen Union, so konfiguriert, dass kein Prompt und keine Antwort gespeichert wird und keine Daten für Training genutzt werden (Abschnitt 7 Abs. 11). Wir dürfen aggregierte Nutzungszahlen ohne Personenbezug, etwa die Zahl der Events je Organisation, nutzen, um abzurechnen, Kapazität zu planen und den Dienst zu betreiben.

(5) Wir dürfen Anregungen und Rückmeldungen zu MIRA FIVE ohne Vergütung und ohne Einschränkung nutzen, solange sie keine Kundendaten oder vertraulichen Informationen des Kunden enthalten.

15. Vertraulichkeit

(1) Vertrauliche Informationen sind nicht öffentliche geschäftliche und technische Informationen einer Partei, die als vertraulich gekennzeichnet oder erkennbar vertraulich sind, einschließlich der Bedingungen individueller Vereinbarungen. Für personenbezogene Kundendaten hat der AVV Vorrang.

(2) Jede Partei hält die vertraulichen Informationen der anderen Partei geheim, schützt sie mit mindestens angemessener Sorgfalt und nutzt sie nur für diesen Vertrag. Sie gibt sie nur an Mitarbeiter, Berater und Dienstleister weiter, die sie für den Vertrag benötigen und zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.

(3) Das gilt nicht für Informationen, die ohne Vertragsverletzung öffentlich bekannt sind, der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren, von Dritten rechtmäßig und ohne Vertraulichkeitspflicht erhalten wurden oder von der empfangenden Partei selbstständig entwickelt wurden.

(4) Verlangen das Gesetz, ein Gericht oder eine Behörde die Offenlegung, ist sie im verlangten Umfang zulässig. Soweit rechtlich erlaubt, informiert die offenlegende Partei die andere Partei vorher.

(5) Diese Pflichten gelten während der Laufzeit des Vertrags und für fünf Jahre danach. Für Geschäftsgeheimnisse gelten sie, solange die Information geheim bleibt.

16. Gewährleistung

(1) In den kostenpflichtigen Tarifen stellen wir den Dienst in einem für den vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand bereit und erhalten ihn in diesem Zustand. Maßgeblich ist die Leistungsbeschreibung nach Abschnitt 3.

(2) Der Kunde meldet Mängel unverzüglich in Textform an hello@mirafive.io. Die Meldung beschreibt den Mangel so, dass wir ihn nachvollziehen können, wenn möglich mit den Schritten, die zu ihm führen.

(3) Wir beseitigen Mängel innerhalb angemessener Frist. Wir dürfen dies auch durch eine Aktualisierung des Dienstes oder durch eine zumutbare Umgehungslösung tun.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen. Im Übrigen bleiben die gesetzlichen Rechte des Kunden, insbesondere das Recht zur Minderung der Vergütung, unberührt. Für Schadensersatz gilt Abschnitt 17.

(5) Ein Mangel liegt nicht vor, wenn eine Störung durch Umstände aus dem Verantwortungsbereich des Kunden verursacht wird, zum Beispiel durch eine fehlerhafte Einbindung eines Skripts oder der HTTP-API. Eine Antwort von Mira, die in der Weise falsch ist, wie Abschnitt 7 Abs. 7 und 8 es beschreiben, oder die Antwort eines verbundenen KI-Assistenten ist für sich genommen kein Mangel des Dienstes. Für Vorschau-Funktionen gilt Abschnitt 4.

(6) Den Tarif Free stellen wir unentgeltlich bereit. Die Vorschriften über die Leihe gelten dafür entsprechend. Im Tarif Free sind wir für Mängel nur verantwortlich, wenn wir sie arglistig verschwiegen haben (§ 600 BGB). Der Kunde hat dort keinen Anspruch auf Beseitigung von Mängeln; gemeldete Fehler beheben wir nach unserem Ermessen.

17. Haftung

(1) Wir haften unbeschränkt

  • für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit,
  • für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
  • für arglistig verschwiegene Mängel und aus einer von uns übernommenen Garantie,
  • nach dem Produkthaftungsgesetz und
  • in allen anderen Fällen, in denen das Gesetz eine Haftungsbeschränkung nicht zulässt.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Das sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst möglich macht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Unsere Haftung ist dann auf den Schaden begrenzt, der bei Vertragsschluss vorhersehbar und vertragstypisch war.

(3) Abweichend von Absatz 2 haften wir im Tarif Free, den wir unentgeltlich bereitstellen, nicht für leichte Fahrlässigkeit (entsprechend § 599 BGB). Absatz 1 bleibt unberührt.

(4) Eine weitergehende Haftung auf Schadensersatz ist ausgeschlossen, gleich aus welchem Rechtsgrund.

(5) Diese Beschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung unserer Geschäftsführer, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

(6) Diese Bestimmungen ändern die Beweislast nicht zum Nachteil des Kunden.

18. Freistellung

(1) Der Kunde stellt uns von Ansprüchen Dritter frei, die gegen uns geltend gemacht werden, weil Kundendaten, die der Kunde erfasst oder übermittelt hat, rechtswidrig erfasst oder übermittelt wurden, oder weil der Kunde gegen die Abschnitte 6 bis 8 verstoßen hat. Das gilt nicht, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat oder der Anspruch auf einer Pflichtverletzung von uns beruht.

(2) Die Freistellung umfasst die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, einschließlich der gesetzlichen Gerichts- und Anwaltskosten.

(3) Wir informieren den Kunden unverzüglich über einen geltend gemachten Anspruch und erkennen ihn nicht ohne Zustimmung des Kunden an. Wir geben dem Kunden die Gelegenheit, sich in Abstimmung mit uns gegen den Anspruch zu verteidigen. Der Kunde stellt uns die Informationen zur Verfügung, die wir für die Verteidigung benötigen.

19. Änderungen dieser Bedingungen

(1) Für neue Verträge gilt die Fassung, die bei Vertragsschluss veröffentlicht ist. Wir dürfen sie für künftige Verträge jederzeit ändern.

(2) In bestehenden Verträgen dürfen wir diese Bedingungen nur ändern, soweit dies erforderlich ist, um

  • Änderungen der Gesetze, der Rechtsprechung oder behördlicher Vorgaben umzusetzen,
  • die Sicherheit des Dienstes zu gewährleisten,
  • sie an eine zulässige Änderung des Dienstes nach Abschnitt 3 Abs. 5 anzupassen oder
  • eine Regelungslücke zu schließen, die nach Vertragsschluss entstanden ist.

Dies darf das Verhältnis von Leistung und Preis oder die wesentlichen Pflichten der Parteien nicht zum Nachteil des Kunden verschieben. Preisänderungen richten sich ausschließlich nach Abschnitt 11 Abs. 5.

(3) Jede Änderung kündigen wir den Ownern mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail an. Die Ankündigung nennt die geänderten Bestimmungen und das Kündigungsrecht nach Absatz 5.

(4) Eine Änderung ist wesentlich, wenn sie die Rechte des Kunden einschränkt oder seine Pflichten erweitert. Wesentliche Änderungen zeigen wir außerdem in MIRA FIVE bei der nächsten Anmeldung zur Annahme an. Sie gelten nur, wenn ein Owner sie im Namen des Kunden annimmt, und nicht vor dem angekündigten Zeitpunkt. Andere Änderungen nach Absatz 2 treten zum angekündigten Zeitpunkt in Kraft.

(5) Der Kunde kann den Vertrag mit Wirkung zu dem Zeitpunkt kündigen, zu dem eine Änderung in Kraft treten soll. Hat der Kunde eine wesentliche Änderung bis dahin nicht angenommen, dürfen auch wir mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt kündigen. Bis zur Annahme oder Kündigung gelten die bisherigen Bedingungen weiter.

(6) Dieser Abschnitt gilt entsprechend für Änderungen des AVV, sofern der AVV nichts anderes bestimmt.

20. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag Auerbach/Vogtl., der Sitz der Cloo GmbH. Wir dürfen den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.

(3) Für Erklärungen zu diesem Vertrag genügt die Textform (§ 126b BGB), insbesondere E-Mail, sofern diese Bedingungen nichts anderes bestimmen. Wir senden Erklärungen an die E-Mail-Adressen der Owner. Der Kunde sendet Erklärungen an hello@mirafive.io.

(4) Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit unserer vorherigen Zustimmung in Textform auf Dritte übertragen; § 354a des Handelsgesetzbuchs (HGB) bleibt unberührt. Wir dürfen den Vertrag auf ein Unternehmen übertragen, das MIRA FIVE von uns übernimmt und fortführt, sofern sich dadurch die Stellung des Kunden nicht verschlechtert. Wir kündigen eine solche Übertragung mindestens 30 Tage im Voraus in Textform an. Der Kunde darf den Vertrag mit Wirkung zum Zeitpunkt der Übertragung kündigen.

(5) Ist eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam, bleibt der übrige Vertrag wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

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